Ringer-Damen ermitteln erste Mitteldeutsche Titelträgerinnen


Die Frauen und weibliche Jugend gaben am Sonntag in Werdau den Startschuss zu den diesjährigen, Mitteldeutschen Meisterschaften. Mit einer großen Delegation reiste das Leistungszentrum Frankfurt(O.) nach Westsachsen, wobei die Ringerinnen und Ringervon der Oder das Geschehen im weiblichen Bereich klar bestimmten.

Für die Überraschung schlechthin sorgte Eileen Friedrich (55 kg), die sich bei den Frauen durchsetzte, dabei gelang auch ein Sieg über die Junioren-Europameisterin Nina Hemmer (AC Ückerath/Leistungszentrum Jena). Noch vor einer Woche hatte die Ringerin aus Frankfurt/O.-Plillgram gegen Nina Hemmer bei den ‚Offenen Württembergischen Meisterschaften‘ knapp verloren, nun drehte sie den Spieß um. „Ich kann mich nur wiederholen, endscheitend sind die Deutschen Meisterschaften, über das Vorgeplänkel wird dann wohl Keiner mehr reden“, verweist Trainer Michael Kothe aber auch auf das gestiegene Selbstvertrauen seiner Ringerin. Auch das Trainerteam des Deutschen Ringer- Bundes hat die junge Dame aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.) bereits im Fokus, Eileen Friedrich erhielt eine Einladung für die DRB-Auswahl zum hoch dotierten Klippan-Cup in Schweden. Die Frankfurterin Sabrina Ulrich erkämpfte im gleichen Limit den Bronzeplatz. Im leichtesten Limit bis 48 kg unterlag Annika Schmidt (RSV Hansa 90) der Fünften der vergangenen Junioren-EM Jane Schmieder (AC Werdau) und gewann damit die Silbermedaille, Synthia Frütsch (59 kg) gewann für Frankfurt(O.) Bronze in ihrem Limit.

Fest in der Hand der Frauen des Trainergespannes Michael Kothe/Maik Bitterling waren die schweren Gewichtsklassen der weiblichen Jugend. Im Limit bis 70 kg gewann die Vize-Europameisterin der Kadetten Francy Rädelt, vor Steffi Blohm. Den Bronzeplatz erkämpfte sich Michelle Sylva und auch Rang vier ging mit Anne Krüger ebenfalls an eine Ringerin aus Frankfurt(O.).

Luzie Manzke gewann die Konkurrenz im Limit bis 65 kg, im Finale bezwang sie ihre Trainingskameradin Eveline Neumann, Leona Stübner wurde in diesem Limit Fünfte. Auch Franziska Berger (60 kg) füllte ihre Medaillensammlung 2013 gleich von Beginn an um eine weitere Goldmedaille auf, nach dem Sieg bei den ‚Offenen Württembergischen Meisterschaften‘ vor einer Woche in Östringen, gewann Franziska Berger nun auch die Mitteldeutschen Meisterschaften. Auch in diesem Limit gab es einen Doppelsieg für das Leistungszentrum Frankfurt(O.), denn Debora Lawnitzak holte die Sielbermedaille. Im Limit bis 49 kg standen auch Serena Bölke als neue Mitteldeutsche Meisterin und Frances Lönhardt, als Bronzemedaillengewinnerin gemeinsam auf dem Siegerpodium. Das gleiche Bild bot sich auch eine Gewichtsklasse darunter, hier gewann Janny Sommermeyer, während Amy Zech Bronze holte. Schwer hatte es Lisa Ersel (43 kg), vor Wochenfrist in Östringen noch Siegerin, in Werdau musste die Ringerin aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.) ihre Kontrahentinnen Anne Nürnberger (AC Werdau) und Anastasia Blayvas (HTB Halle) vorbei ziehen lassen. Lissy Bielau und Peggy Liedtke holten in der Kategorie bis 38 kg Silber und Bronze, es gewann Emilie Haase vom RV Thalheim. Anne Voigt holte  im Limit bis 40 kg Bronze, Jenny Kunze rundete im leichtesten Limit bis 35 kg die hervorragende Bilanz der Ringerinnen aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.) mit einer Silbermedaille ab. Die kleine Ringerin musste sich im Kampf um Gold Katharina Gilewitsch (AC Germania Artern) geschlagen geben.

„Das war natürlich eine wahre Medaillenflut für unsere Mädchen, unser nächstes Ziel ist die Deutsche Meisterschaft, wo wir mit möglichst vielen Kämpferinnen im Medaillenbereich landen wollen“, weiß Trainer Michael Kothe, dass dann auch Plätze in den Auswahlteams des DRB zu internationalen Meisterschaften winken. Einziger Wehrmutstropfen dieser Titelkämpfe in Werdau war die schwache Beteiligung, 15 Frauen und 64 weibliche Jugendliche aus insgesamt 6 beteiligten Verbänden waren aus Sicht von Michael Kothe zu wenig, um eine echte Standortbestimmung für die Deutschen Meisterschaften der Frauen (1.-3.3.13 in Unterföhring/BAY) und der weiblichen Jugend (15.-17.3.13 in Heusweiler/SRL) vornehmen zu können.
Bei den Frauen und Mädchen gewann Brandenburg klar die Länderwertung, vor Sachsen, Thüringen, Berlin, Sachsen-Anhalt und Nordrheinwestfalen.