Von der Schneeballschlacht – direkt auf die Ringermatte


Eisleben – Ringer sind harte Kerle und so machte es den Junioren- und B-Jugendlichen aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.) nichts aus, direkt aus dem Winterlager in Vysoke nad Jizerou (bei Harrachov) zu den Mitteldeutschen Meisterschaften der Junioren und B-Jugendlichen nach Eisleben in Sachsen-Anhalt zu reisen,um dort um Titel und Medaillen zu kämpfen. Und dort zeigten die Mattenfüchse der beiden Lehrertrainer Heinz Thiel und Harald Stern, sowie Juniorentrainer Felix Thätner eindrucksvoll ihr Können gegen die Konkurrenz aus Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Bayern, Hessen, sowie aus dem Gastgeberland Sachsen-Anhalt. Sowohl bei den Junioren- als auch bei den B-Jugendlichen gewannen allein die Ringer vom RSV Hansa 90 Frankfurt(O.) die Vereinswertung mit klarem Abstand. „Nimmt man noch die Ringer aus den anderen Verbänden hinzu, die an der Eliteschule des Sportes in Frankfurt(O.) lernen und trainieren, so wäre das Ergebnis noch weitaus klarer“, legt Harald Dtern die ergebnisse der Mitteldeutschen Meisterschaften nicht auf die Goldwage, sondern hat den Fokus auf die Deutschen Meisterschaften gerichtet, die ab den 20. Februar mit den A-Jugendlichen in Fürstenhausen (Saarland) starten.

In Eisleben wurde das Geschehen im griechisch-römischen Stil voll und ganz von den Ringern aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.) bestimmt. Doppelsiege gab es bei den Junioren durch Niklas Ohff (60 kg), der sich im Finale gegen seinen Trainingskameraden Michael Schmieder klar durchsetzte, Lukas Bast (66 kg) der ebenfalls im Finalduell mit Tim Bitterling einen Ringer aus der eigenen Trainingsgruppe bezwang, sowie Daniel Schlemmer (74 kg), der sich gegen den Frankfurter Felix Wolf behauptete. Bronze gewann in diesem Limit Tim Knobloch, der ebenfalls zur Trainingsgruppe von Heinz Thiel gehört.

Nico Brunner hatte das Mittelgewicht (84 kg) fest im Griff, Vladimir Schiffmann stand als Bronzemedaillengewinner in dieser Kategorie ebenfalls auf dem Siegertreppchen.

Im Limit bis 96 kg siegte Christoph Matz, der sich im Finale gegen seinen Trainingsgefährten Alvin Ibsch durchsetzte. Moses Stoppira (55 kg) unterlag im Finalkampf dem DRB-Auswahlringer Peter Haase (RV Thalheim/Sachsen) und rundete mit Silber die hervorragende Gesamtbilanz des Leistungszentrums Frankfurt(O.) bei den Junioren ab.

Drei Mal Silber feierten die Nachwuchsringer des RSV Hansa 90 Frankfurt(O.) bei den B-Jugendlichen. Marc Nickel (42 kg/GR) unterlag im Finalkampf Dustin Richter (AV JC Zella-Mehlis) nur hauchdünn in 1:2 Runden (5:0, 3:5, 1:3), nachdem er nach dem ersten Durchgang bereits wie der sichere Sieger aussah. Auch Florian Schuster (46 kg/GR) stand nach einem klaren Sieg über Julian Riese (AC Werdau) im Finale, wo er allerdings gegen Alexander Porst (ASV Plauen) den Kürzeren zog und Silber gewann.

Silber ging auch an Erik Schust (63 kg/GR), der sich im Finalduell seiner Gewichtskategorie Nick Müller vom AC Werdau beugen musste.

Marvin Jachner (34 kg/GR) schlitterte knapp am Siegerpodium vorbei und landete auf dem ‚undankbaren‘ vierten Rang, während Maik Riese (38 kg/GR) und Dominik Joswig (54 kg/GR) fünfte Plätze erreichten.

Nikita Günter (69 kg/SAV Torgelow), der im Leistungszentrum Frankfurt(O.) lernt und trainiert gewann den Mitteldeutschen Meistertitel, Chris Militzer (50 kg/KSV Pausa), der seit diesem Schuljahr an die Eliteschule des Sportes an die Oder kam, erreichte mit zwei Siegen und einer Niederlage die Silbermedaille.
 
Im Freistilbereich gab es bei den Junioren einen weiteren Mitteldeutschen Meistertitel durch Ilja Litvinov (120 kg) für den RSV Hansa 90 Frankfurt/O.), der für die Oderstädter zwar im Ligenbetrieb antritt, die Punkte bei Einzelwettkämpfen jedoch für das Freistil-Leistungszentrum Luckenwalde holt.

„Insgesamt gesehen ein gutes Ergebnis, wobei es schon noch Baustellen gibt, die es bis zu den Deutschen Meisterschaften zu beheben gilt“, weiß Juniorentrainer Felix Thätner, dass die Mitteldeutschen Meisterschaften nur ein Zwischenergebnis auf dem Weg zu den nationalen Meisterschaften ist, wo es dann um Startplätze in den DRB-Teams zu internationalen Wettkämpfen geht.