Ringer für Deutsche Meisterschaften gut gerüstet


Frankfurt(O.) – Die Ringer aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.) dominierten am Samstag bei den Mitteldeutschen Meisterschaften der Männer in der heimischen Brandenburg-Halle, in 4 der 7 Gewichtsklassen siegten die Schützlinge der beiden Stützpunkttrainer Sebastian Möser und Felix Thätner im griechisch-römischen Stil.Allein die Ringer des RSV Hansa 90 Frankfurt/O. gewannen mit klarem Abstand die Vereinswertung,während die Freistilspezialisten aus Luckenwalde in ihrer Spezialstilart in 3 Gewichtsklassen am Ende auf dem obersten Treppchen standen und Trainer Andreas Zabel für der 1. Luckenwalder SC den schicken Pokal für den Sieg in der Vereinswertung in Empfang nahm. „Rechnet man noch die Ringer hinzu, die für andere Vereine und Verbände starten, jedoch in Frankfurt(O.) und Luckenwalde lernen und trainieren, wird diese Überlegenheit erdrückend“, zieht Stützpunkttrainer Sebastian Möser eine gute Bilanz.
   
Bei den Griechisch-Römisch-Spezialisten standen sich in zwei Gewichtsklassen Athleten aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.) im Finale gegenüber; Brian Tewes und Christoph Bast kämpften im Limit bis 66 kg den Mitteldeutschen Meister untereinander aus, Fabian Jänicke und Damian Hartmann lieferten sich im Limit bis 84 kg ein hartes Duell um den Sieg.

Es hätte das Turnier von Christoph Bast werden können, der sich in der Vorrunde gegen Trainingsgefährten Alexander Grebensikov (SAV Torgelow) für die Niederlage bei der letztjährigen Deutschen Meisterschaft, im Kampf um Bronze revanchierte. Auch im Finale hielt der Jura-Student lange Zeit gut mit bis er in Runde drei überhastet einen Angriff startete, der von Tewes, der in Cottbus das Ringer-A-B-C erlernte, gekontert wurde. Damit kletterte Brian Tewes auf das oberste Siegertreppchen, Christoph Bast gewann Silber und sorgte damit für einen Doppelsieg in diesem Gewichtslimit. Alexander Grebensikov (SAV Torgelow/Leistungszentrum Frankfurt/O.) hielt sich nach der Niederlage gegen Bast die restliche Konkurrenz vom Leib und gewann Bronze.

Auch das Mittelgewicht war fest in der Hand der Ringer von der Oder, Fabian Jähnicke setzte sich im Finale gegen seinen Vereinskameraden Damian Hartmann durch, Nico Brunner (KSV Witten), der ebenfalls in Frankfurt(O.) lernt und trainiert holte in dieser Kategorie Bronze und machte damit den Dreifacherfolg perfekt. Neben Nico Brunner und Alexander Grebensikov liefen mit Niklas Ohff (60 kg/SV Preußen Berlin) und Felix Pflauger (74 kg/TSV Burgebrach) weitere Sportschüler zu Hochform auf, die in Frankfurt(O.) lernen und trainieren. Auch diese jungen Ringer hielten bei den Männern gut mit und gewannen Bronzemedaillen in ihren Gewichtsklassen.
 
Einen weiteren Titelgewinn holte der letztjährige Deutsche Vizemeister Bastian Kurz im Limit bis 96 kg an die Oder. Moses Stoppira, der für seinen Heimatverein SV Weißwasser kämpft, aber ebenso in Frankfurt(O.) die Eliteschule des Sportes besucht, gewann im leichtesten Limit bis 55 kgund auch in der schwersten Kategorie bis 120 kg stand bei der Siegerehrung mit Ricardo Melz ein Ringer auf dem obersten Treppchen, der in Frankfurt(O.) trainiert. Melz drückte den Leipziger Christoph Schinke schon nach wenigen Sekunden auf beide Schultern. Mit ärgerlicher Mine stand bei diesem Duell Christian John am Mattenrand, der noch vor Beginn der Wettkämpfe als Eliteschüler des Jahres geehrt wurde. Beim Wettkampf selbst war John auf Grund eines Handbruch’s zum zusehen verurteilt.
 
Insgesamt traten in der Brandenburg-Halle im Sportzentrum Frankfurt(O.) knapp 100 Ringer aus 33 Vereinen an, die für spannende Begegnungen auf teilweise sehr hohem Niveau sorgten. Auch im Freistil gab es eine Silbermedaille für den Greco-Standort Frankfurt(O.), Ilja Litvinov (120 kg), der in Luckenwalde trainiert, in der Regionalliga jedoch für die KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt antritt, musste sich nur Toni Bernhardt (KSC Motor Jena) beugen und stand letztendlich auf dem Silberrang.
 
„Wir haben hier schon viele spannende Duelle erlebt, wobei die Ringer aus unserem Leistungszentrum meist eine Gewichtsklasse höher auf die Matte traten, am Ende war es eine gute Standortbestimmung – nicht mehr nicht weniger“, so Trainer Sebastian Möser zur gelungenen Generalprobe, genau einen Monat vor den Deutschen Meisterschaften, die vom 8.-10. März im vogtländischen Plauen ausgetragen werden.