Startschuss in die Deutschen Meisterschaften


Scheinwerfer sind auf den Nachwuchs gerichtet / Oderstädter  gut aufgestellt

Plauen – Unter ganz besonderer Beachtung stehen in diesem Jahr die Deutschen Meisterschaften der Ringer, die am kommenden Wochenende mit den Titelkämpfen der A-Jugend (Kadetten) beginnen.

Nachdem die IOC-Exekutive vor 10 Tagen die Empfehlung heraus gab, Ringen aus den 25 Kernsportarten bei Olympischen Spielen zu streichen, ging ein Aufschrei um die ganze Welt. Tradition gegen Trend heißt der Kampf, den sich die Ringer auf die Fahnen geschrieben haben, denn Ringen hat Wurzeln bis zu den Olympischen Spielen, im antiken Griechenland vor über 3000 Jahren.

Nach anfänglichem Schock sind die Ringer aufgewacht, der Präsident des Weltverbandes FILA Raphael Martinetti (Schweiz) hat inzwischen seinen Stuhl geräumt, Reformen sollen den Ringkampfsport schnell wieder ins olympische Programm zurück katapultieren. Ein Stückchen mithelfen will man dabei auch im Ringer-Leistungszentrum an der Oder, von wo aus eine Fotoaktion mit den Nachwuchs- Trainingsgruppen durch alle Bundesländer startete. Zum Einen viele junge Kaderringer bereit, die sich zum Ziel gesetzt haben, einmal bei einem olympischen Turnier kräftig mitzumischen, zum Anderen ist der RSV Hansa 90 Frankfurt(O.) im kommenden Jahr selbst  Ausrichter der Deutschen Meisterschaften der Junioren im griechisch-römischen Stil.

„Es sind national und international viele Aktionen angelaufen, der Präsident des US-Amerikanischen Ringer- Verbandes Rich Bender hat es doch unterstrichen, einer allein kann den Kampf gegen die Streichung des Ringkampf’s aus dem olympischen Programm nicht gewinnen und auch wir wollen  unser Quäntchen dazu beitragen“, wissen Stützpunkttrainer Heinz Thiel und seine Kollegen, das die nächsten Wochen, bis zur Präsentation des Ringkampfsportes in St. Petersburg über den Verbleib der Ringer im olympischen Programm entscheiden werden.

Der Startschuss in die diesjährige Deutsche Meisterschaftsserie fällt am heutigen Abend in Köln Mühlheim (Freistil) und Fürstenhausen (griechisch-römischer Stil) bei den A-Jugendlichen. Die jüngste, bei internationalen Titelkämpfen zugelassene Altersklasse wird die Titelkämpfe eröffnen. „Hier gab es schon bei den Meldungen erste Erfolge, denn seit langem war das Starterfeld nicht mehr so groß, wie in diesem Jahr“, freute sich DRB-Jugendreferent Klaus Blank.

Mit zwei Kleinbussen und PKW’s reisten die Ringer aus dem Frankfurter Ringerzentrum bereits am Donnerstag ins Saarland. 5 Ringer starten dabei für den RSV Hansa 90 Frankfurt(O.). Enrico Gustavus besetzt das leichteste Limit bis 42 kg, Roy Lehmann kämpft im Limit bis 50 kg und Paul Fischer geht in der Kategorie bis 54 kg mit großen Hoffnungen an den Start. In den schwereren Gewichtsklassen steht Tom Liebing bis 69 kg bereit und in der schwersten Kategorie will Werner Liebner in den Medaillenkampf eingreifen. Große Hoffnungen hegt Lehrertrainer Heinz Thiel bei vielen seiner Sportschülern. Vor allem die Brüder Andrej und Alexander Ginc aus Torgelow sorgten in den vorangegangenen Wettkämpfen für Aufsehen und auch die beiden Sachsen Felix Kästner und Chris Schneider (beide bis 76 kg) gehen nicht ohne Medaillenambitionen in die Meisterschaftskämpfe, die bereits am Freitagabend mit der 1. Runde eingeläutet werden.

Der 1. Runde am Freitagabend folgen am Samstag die weiteren Vorrunden, bis hin zum Halbfinale und der Hoffnungsrunde in den Abendstunden, am Sonntag stehen in Köln-Mühlheim und Fürstenhausen die Kämpfe um die Medaillen an.