09.10.10 - KG Frankfurt (O) vs. SV Luftfahrt Berlin

Wichtiger Erfolg im „Keller-Duell“

Frankfurt (Oder) (moz) Die Erstligaringer der Kampfgemeinschaft Frankfurt/Eisenhüttenstadt konnten am Sonnabend mal wieder jubeln. Im Keller-Duell mit dem SV Luftfahrt Berlin behielten sie in der Brandenburg-Halle klar mit 24:11 die Oberhand und schoben sich auf Tabellenplatz 7 in der Nordgruppe vor.

Die Trainer Sebastian Möser und Michael Kebschull hatten ihr bestes Aufgebot zur Stelle, wollten den Vergleich vor heimischem Publikum unbedingt gewinnen. Viele der Teilnehmer am Brandenburg-Cup waren geblieben und bildeten so eine große, stimmungsvolle Kulisse von
576 Zuschauern, vor der sich die Gastgeber förmlich zerrissen, um die Punkte zu behalten.

Florian Crusius (55 kg) machte den Auftakt und stellte sich im ungewohnten Freistil in den Dienst der Mannschaft. Doch mit Sven Cammin bekam er eine harte Nuss vorgesetzt. Gegen die Beinangriffe und Beinschrauben, die für ihn im griechisch-römischen Stil ja verboten sind, kam Crusius nicht an und verlor durch eine Schulterniederlage in der 2. Runde.

Anschließend schickten die Frankfurter den schwedischen Schwergewichtler Frederik Schön auf die Matte, und der zeigte schöne Techniken und gar einen Ausheber, der im schwersten Limit eher selten zu sehen ist. Mit dieser Aktion beendete Schön die erste Runde mit 7:0. Die zweite ging mit 1:0 ebenfalls an ihn, und im dritten Durchgang schulterte er den Polen Pawel Jaltoszuk mit einem sehenswerten Wurf.

60-Kilo-Mann Christoph Bast hat sich in seinen Kämpfen ordentlich Respekt bei der Konkurrenz verschafft. Die Berliner brachten erst gar keinen Gegner für ihn mit. Bast strich somit die vier Mannschaftspunkte schon an der Waage ein.

„Luckenwalde-Import“ Robert Glor wollte es nach den letzten Niederlagen wissen und seinem Team mit einem Sieg helfen. Er begann konzentriert, bedrängte Lukasz Dublinowski, doch technische Punkte gelangen nicht. Und Kampfgeist allein reicht nicht – Glor verlor. „Seine Energieleistung, mit der er den Gegner an den Rand einer Niederlage brachte, war lobenswert. Nur muss er das auch in Punkte ummünzen“, urteilte Trainer Sebastian Möser. Vor der Pause erhöhte der deutsche Vizemeister Dennis Langner (66 kg/FR) mit einem klaren Sieg über Kevin Thalau für sein Team auf 13:7.

Ähnlich Glor ging Fabian Jänicke (84 kg/GR) konzentriert bis in die Haarspitzen in seinen Kampf gegen Rasul Hadjimagomedov. In allen drei Runden war er der aktivere Ringer, doch Punkte gelangen nicht, so dass der Berliner für seine Defensive in jeder Runde zwar mit einem Zähler belohnt wurde, doch in die Mannschaftswertung ging nur ein 1:0 für die Hauptstädter ein.

Heimkehrer Marc Wentzke, im Vorjahr noch für den SV Luftfahrt in Aktion, feierte gegen seinen bisherigen Verein und William Stier einen überragenden Erfolg durch technische Überlegenheit. Ihm gelang eine ganze Serie von Würfen und am Ende ein 19:0. Da wollte Yuri Maier (84 kg/FR) nicht nachstehen. Der Argentinier in den Reihen der KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt kämpfte Marcel Redmann in 3:0 Runden sicher nieder. Damit war der Mannschafts-Sieg bereits perfekt.

So fiel die Niederlage von Rafal Statkiewicz (74 kg/FR) gegen seinen polnischen Landsmann Adam Sobieraj nicht mehr ins Gewicht. Marcus Thätner
(74 kg/GR) schließlich zeigte zum Schluss den vielen Fans einiges aus seinem Technik-Repertoire. Mit 7:0, 3:0 und 4:0 bezwang er Dogukan Karakus durch technische Überlegenheit.

„Das war ein Pflichtsieg. Alle haben ordentlich gekämpft und am Ende einen auch in der Höhe verdienten Erfolg geholt“, freute sich Mannschaftsleiter Ingolf Schöllner über den Triumph, der seinem Team erst einmal ein leichtes Polster zum Tabellenende verschafft.

JR