23.10.10 - SV Hallbergmoos vs. KG Frankfurt (O)

Hallbergmoos – Ein Doppelkampftag stand für die Erstligaringer der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt am vergangenen Wochenende an, am Samstagabend unterlagen die Schützlinge vonKG-Trainer Sebastian Möser beim Tabellenzweiten SV Hallbergmoos nur knapp mit 16:23 und dürften damit für Raunen unter den Mitabstiegskonkurrenten gesorgt haben.
Auweia, das war knapp ! Dabei traten die Ringer der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt bei keinem Geringeren, als dem Tabellenzweiten, SV Siegfried Hallbergmoos auf die Matte. Die Bayern hatten zum Hinrundenende, am vergangenen Woche den 1. Luckenwalder SC mit 23.8 (!) bezwungen. „Wenn wir mit voller Mannschaft gestanden hätten, dann wäre uns vieleicht eine Sensation gelungen“, schmunzelt KG-Trainer Sebastian Möser nach diesem spannenden Erstligaduell beim SV Hallbergmoos. Seine Mannen hatten die unteren Gewichtsklassen allesamt gewonnen, jedoch die schweren Jungs der KG mussten 'Federn lassen'. So gab es einen sehr unterhaltsamen Kampfabend mit dem besseren Ende für die Gastgeber.

Dabei ging die KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt nach Abzug der Punkte aus der Hinrunde mit Wut im Bauch auf die Matte, denn am ersten Kampftag der neuen Saison war Hallbergmoos in Eisenhüttenstadt zu spät zum Wiegen erschienen. 40:0, so zwangsläufig das Resultat laut Wettkampfordnung. Doch das DRB-Sportgericht glaubte den Beteuerungen der Verantwortlichen des SV Hallbergmoos, rechtzeitig losgefahren- und im Stau steckengeblieben zu sein und wertete nachträglich das Ergebnis des ausgetragenen Pflichtkampfes, der mit 24:16 an Hallbergmoos ging.

Pünktlich waren die KG-Ringer in hallbergmoos angereist, pünktlich wurde gewogen und pünktlich ging es los und auf dem Punkt fit waren sie auch; Florian Crusius (55 kg/GR) sorgte im leichtesten Limit gleich für den ersten 3:1-Rundenerfolg. Nach verlorenem, ersten Durchgang seines Kampfes riss Crusius das Ruder mit 4:0, 4:0, 1:0 noch herum. Robert Glor (120 kg/FR), der nach dem Stilartenwechsel zum Start der Rückrunde ins Schwergewicht aufrückte, unterlag dem polnischen Auswahlringer Bartlomiej Bartnicki in 0:3 Runden. Der Deutsche Vizemeister Dennis Langner (60 kg/FR) kann nun endlich in 'seiner' Gewichtsklasse- und 'seiner' Stilart loslegen. Das zeigte er auch gleich gegen seinen Kontrahenten Thomas Kopp, den der technisch-überlegen bezwang und mit 14:0 Punkten in drei Runden von der Matte fegte. Einen spannenden Kampf, auf Messers Schneide lieferten sich der für die Kampfgemeinschaft ringende Schwede Frederik Schön (96 kg/GR) und der bei Hallbergmoos unter Vertrag stehende Grieche Theodoros Tounosidis. „Mit einem Sieg des Schweden wäre die Sensation in greifbare Nähe gerückt“, ärgerte sich KG-Trainer Sebastian Möser, den Schön unterlag nur knapp in 1:3 Runden. Marc Wentzke (66 kg/GR) hatte auch schon den Hinkampf gegen Michael Prill mit 3:2 gewonnen, diemal ließ es der 'Heimkehrer', der vom SV Luftfahrt Berlin an die Oder zurück kehrte, nicht ganz so knapp werden, sondern siegte mit 3:1. Chancenlos war Yuri Maier (84 kg/FR) gegen den weißrussischen Spitzenringer Soslan Gattsiev, der SVH-Ringer siegte durch technische Überlegenheit (5:0, 5:0, 7:0). Postwendend kam die Antwort der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt, den Rafal Statkiewicz (66 kg/FR) bezwang seinen Kontrahenten Mathias Fritsch ebenfalls durch technische Überlegenheit (3:0, 2:0, 6:0) in drei Runden. Lange wehrte sich Tom Linke (84 kg/GR) gegen den SVH-Neuzugang vom Titelträger KSV Aalen 05, Patrick Nuding, hatte gar eine Runde gewonnen, als er nach einer Unachtsamkeit kalt erwischt- und auf beide Schultern gedrückt wurde. So stand es vor den beiden Weltergewichtskämpfen 16:15 für die Gastgeber und die Fans staunten, war doch Luckenwalde vor Wochenfrist an dieser Stelle schon klar geschlagen. Doch der Trainer des SV Siegfried Hallbergmoos Hans Hofstetter hatte noch zwei Asse im Ärmel, der litauische Spitzenringer Aleksandr Kazakiewicz (74 kg/GR) bezwang Marcus Thätner in 3:1 Runden, wobei der Oderstädter die 3. Runde mit 1:0 gewinnen konnte. Und auch Ergün Aydin (74 kg/FR) ließ gegen Levon Asatrjan nichts anbrennen und stellte mit einem Schultersieg in Runde drei den 24:16-Gesamterfolg sicher.

„Schade, eine Sensation hätte uns gleich zum Rückrundenauftakt gut getan und wir hätten uns für den Punktverlust durch das DRB-Sportgericht revangieren können“, ärgerte sich Trainer Sebastian Möser, dem mit Willi Wendel (74 kg/FR) und Fabian Jänicke (84 kg/GR) zwei wichtige Stützen fehlten.

jr