30.10.10 - KG Frankfurt (O) vs. AC Lichtenfels

Mit mannschaftlicher Geschlossenheit zum Sieg

Frankfurt(O.) - Für die Erstbundesligisten der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt stand am vergangenen Wochenende erneut ein Doppelkampftag an, der am Samstagabend in der Brandenburghalle in einem Sturmlauf der Gastgeber gegen den AC Lichtenfels endete. 29:9 gewannen die Oderstädter gegen die Franken, die sich aus der Abstiegszone längst ins sichere Mittelfeld verabschiedet hatten.
„Wir saßen lange zusammen und haben über unsere Aufstellung gerätzelt und am Ende unser bestes Team ins Rennen geschickt“, so KG-Trainer Sebastian Möser, der mit seinem Team schon zum Rückrundenstart beim SV Siegfried Hallbergmoos am vergangenen Samstag ein dickes Ausrufezeichen gesetzt hatte.

Florian Crusius (55 kg/GR) musste gar nicht erst schwitzen, denn Lichtenfels hatte das leichteste Limit gar nicht besetzt und so wanderten die ersten vier Zähler kampflos auf das KG-Konto. Einen sprichwörtlich 'dicken Brocken' bekam Robert Glor im Schwergewicht mit dem 25 kg schwereren Mirian Giorgadze vorgesetzt. Dennoch schlug sich Glor wacker und hielt die Niederlage in Grenzen. Dennis Langner (60 kg/FR) tat sich schwer gegen ACL-Neuzugang Tobias Glücker, der von Burgebrach in die Korbstadt gewechselt war, dennoch holte der letzte Rostocker, der in den Reihen der KG verblieben war, mit jeweils 1:0 alle drei Runden für die Oderstädter. Frederik Schön (96 kg/GR) hatte es mit dem stärksten Lichtenfelser zu tun, doch der Schwede spielte seine Stärken im griechisch-römischen Stil gegen Freistilspezialist Stefan Hartan aus, wobei sich der ACL-Ringer in der zweiten Runde verletzte und aufgab. Dann wurde das erste KG-Ass gespielt- und das stach auch gleich; Marcus Thätner trat im leichteren Limit bis 66 kg/GR an, wo er Andreas Spinnler durch technische Überlegenheit bezwang.Mit 4:0, 2:0 und 6:0 fegte Thätner seinen Konkurrenten in drei Runden von der Matte. Die KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt führte zur Pause mit 15:3, die Weichen zum Gesamtsieg waren wohl schon gestellt, zudem das KG-Trainergespann Möser/Kebschull noch einige Asse im Ärmel hatte.

Andreas Schulze (84 kg/GR) erhöhte gleich zum Beginn der zweiten Hälfte des Kampfabends durch einen 3:1-Rundensieg über den keinesfalls schlechten Tobias Schütz auf 18:4, doch die Oderstädter hatten sich samt den vielen Fans in der gut besetzten Brandenburghalle spätestens jetzt in einen Rausch gekämpft. Wie wichtig auch Lichtenfels diese Begegnung in Frankfurt(O.) war, zeigte, dass man Serghei Siscov einige Kilo ins leichtere Limit bis 66 kg/FR) abtrainieren ließ. Der starke Bulgare bezwang den für die Kampfgemeinschaft kämpfenden Polen Rafal Statkiewicz in 3:0 Runden, wobei der KG-Ringer eine gute Leistung ablieferte und seine Haut teuer verkaufte. Da wollte auch der Argentinier Yuri Maier (84 kg/FR) nicht nachstehen und fegte seinen Kontrahenten Christoph Meixner in 3:0-Runden mit 4:1, 5:2 und 6:0 von der Matte. Auch die beiden Weltergewichtler des KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt legten, angetrieben von den feiernden Fans noch einmal nach; Fabian Jänicke hatte ebenfalls in die leichtere Kategorie ab und bezwang im griechisch-römischen Stil Johannes Kraus, der in der 2. Runde den ungleichen Kampf aufgab. Und dann war da noch Willi Wendel (74 kg/FR), der nach langer Verletzungspause wieder auf die Matte trat und gegen Asygat Baschpajew nach einem 5-Runden-Duell 3:2 gewann.

"Ich denke wir haben Lichtenfels mit unserer Aufstellung schon an der Waage überrascht und am Ende mit einer brillianten Mannschaftsleistung und auch der Höhe entsprechend verdient gewonnen", so Sebastian Möser nach dem Kampf sichtlich zufrieden und auch das Publikum feierte entsprechend das Siegerteam.

Jörg Richter