Damian Hartmann kommt unter die Top Ten


Am letzten Mittwoch wurde die Universiade in Kazan mit einer glanzvollen Abschlussfeier beendet. Live dabei waren auch drei Frankfurter Ringer vom RSV Hansa 90. Für Sie war es ein atemberaubendes Erlebnis. Sie haben im Sportlerdorf gewohnt, welches von Größe und Gestaltung mit jedem olympischen Dorf mithalten kann. Dort trafen Sie auf alle Kulturen und konnten sich so mit Studenten aus der ganzen Welt austauschen. Nur mit Ihrer sportlichen Leistung waren alle drei nicht so recht zufrieden. Im Limit bis 74 kg startete Damian Hartmann recht erfolgversprechend. Gegen den Turkmenen Permanov siegte er in kürzester Zeit und wusste dabei vor allem mit seinem starken Rumreißer zu überzeugen. Im Achtelfinale folgte ein richtiger Krimi. Sein Gegner war der Vize-Europameister von 2010 – Elvin Mursaliyev  aus Azerbaidschan. Nach zwei Minuten gab Damian zwei Punkte im Bodenkampf ab. Er ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und kämpfte danach nur noch verbissener weiter. Die Mühe wurde belohnt als ihm 40 Sekunden vor Schluss ein wunderschöner Runterreißer mit Zweierwertung gelang. Doch die Aufholjagd hatte zu viel Kraft gekostet und Damian`s Gegner gelang kurz vor Schluss noch ein Angriff und besiegelte damit Damian`s Aus. Bei einem Sieg hätte unser er das Halbfinale gegen den Russen Roman Vlasov, Olympiasieger von 2012, erreichen können. So blieb am Ende leider nur Platz 9. Christoph Bast startete im Limit bis 60 kg. Im Stand konnte der Frankfurter gegen den Usbeken Tasmuradov, welcher aktueller Asienmeister ist, noch gut mithalten. Doch in der Bodenlage gab er zu viele Punkte ab und verlor den Kampf dadurch deutlich. Der Usbeke verlor im Turnierverlauf mit 10:11 gegen den späteren Drittplatzierten. Damit war das Turnier für Christoph leider auch vorbei. Bastian Kurz rang im Limit bis 84 kg und verletzte sich gleich im ersten Kampf gegen den Armenier Manukyan am Innenband. Da der Armenier das Finale erreichte, durfte Bastian nochmals in der Hoffnungsrunde gegen einen Ungarn antreten. Doch aufgrund seiner Verletzung konnte er nicht 100 % dagegenhalten und verlor auch diesen Kampf. Björn Holk, der verantwortliche Trainer des deutschen Teams, war dennoch mit der Leistung seiner Schützlinge ganz zufrieden: „Der Wettkampf hatte die Dimension und Qualität einer Weltmeisterschaft und unsere Jungs sind keine Profis, wie die übrigen Starter. Ich kann Ihnen nicht den Vorwurf machen, alles gegeben zu haben!“ Für die Drei Frankfurter Ringer wird die Universiade trotzdem eine unvergessliche Erfahrung bleiben.