20.11.10 - SV Wacker Burghausen vs. KG Frankfurt (O)

Chancenlos beim Tabellenführer

Burghausen (moz) Die KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt hat beim Tabellenführer der Ringer-Bundesliga, SV Wacker Burghausen, mit 8:29 verloren, jedoch im Gegensatz zur Vorwoche beim 1:37 gegen Luckenwalde das Ergebnis im erträglichen Rahmen gehalten.

Durch die Oststaffel geht ein gewaltiger Riss, die Playoff-Kandidaten Burghausen, Luckenwalde, Hallbergmoos, Hof und Nürnberg auf der einen und Lichtenfels, Thalheim, Frankfurt/Eisenhüttenstadt, Berlin und Markneukirchen auf der anderen Seite. Nur die Begegnungen untereinander versprechen Spannung und Dramatik.

Verständlich ist es, wenn die Playoff-Kandidaten mit Blick auf die bevorstehende Endrunde schon einmal ihre besten Ringer zusammenziehen und damit die Teams aus den unteren Tabellenregionen in „Schutt und Asche“ legen. Ergebnisse wie das 1:37 der KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt gegen die mit internationalen Spitzenringern gespickten Luckenwalder sind nicht einmal mehr eine Ausnahme. Noch Schlimmer geht es nicht? Den SV Luftfahrt Berlin schickte der diesmal mit acht Deutschen ringende 1. Luckenwalder SC sogar mit einer 0:39-Packung wieder nach Hause zurück.

Da kommt dem Ringkampfinteressierten das 8:29 der Oderstädter in Burghausen schon als Achtungserfolg der KG vor. Doch die Burghausener Fans wussten wohl, was auf sie zukommt, nachdem gegen Luckenwalde weit über 1000 Fans die Matte säumten, kamen gegen die Oderstädter nur etwa 350 Zuschauer. Und die wurden enttäuscht, denn nach dem KG-Trainer Sebastian Möser das leichteste Limit nicht besetzen konnte und Burghausen die schwerste Kategorie frei ließ, begann die Begegnung erst mit dem 3. Kampf zwischen Martin Maier und Florian Crusius im Limit bis 60 kg (Freistil). Doch im ungewohnten Freistil unterlag Crusius dem Burghausener deutlich.

Im Gegensatz zur Vorwoche konnte KG-Trainer Möser zwei Siegern auf die Schulter klopfen, Dennis Langner (66 kg/FR) gewann gegen Thomas Hohendorf klar in drei Runden mit 1:0, 6:0 und 2:0, während Robert Glor (120 kg/FR) seine vier Mannschaftspunkte im schwersten Limit kampflos einstrich. Christoph Bast (66 kg/GR) packte noch einen Rundengewinn über Matthias Maasch auf das Konto seiner Kampfgemeinschaft zum 8:29-Endstand. Die restliche KG-Truppe war gegen internationale Spitzenringer wie Daragan, Kurtev, Geschev, oder Metodiev überfordert.

Am Sonnabend wird die KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt beim SV Luftfahrt Berlin eine ganz andere Mannschaft auf der Matte stellen, denn gegen den Tabellenvorletzten muss unbedingt ein Sieg her. Schließlich will man auf Nummer sicher gehen, um die 1. Bundesliga zu halten.

jr