Mitteldeutsche Meistersch. der B-Jugend / Junioren in Jena


Jena - 156 Ringer aus 45 Vereinen trafen sich am 8. Februar im Sportzentrum Jena, wo der Startschuss zu den Mitteldeutschen Meisterschaften gegeben wurde. Die B-Jugend, sowie die Junioren waren die ersten Altersklassen, die im Freistil, sowie im griechisch-römischen Ringkampf um Titel und Medaillen des Zweckverbandes Ringen in Mitteldeutschland kämpften.

Mitgliedsorganisationen des Zweckverbandes Ringen in Mitteldeutschland sind der Ringer-Verband Sachsen, der Ringer- Verband Sachsen-Anhalt, der Ringer-Verband Brandenburg, sowie der gastgebende Thüringer Ringer- Verband. Da diese Titelkämpfe als 'offene' Meisterschaften ausgetragen werden, kamen auch Ringer aus Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Bayern, aber auch aus Hamburg und Schleswig-Holstein hinzu.

Die Länderwertung gewann Sachsen, vor Brandenburg und Thüringen, bei den Vereinen gab es einen überlegenen Sieg des RSV Hansa 90 Frankfurt(O./62 Punkte), mit doppelt soviel Zählern wie der SV Luftfahrt Berlin (30) und dem 1. Luckenwalder SC, der es auf 29 Punkte brachte.

Der RSV Hansa 90 Frankfurt (O.) schickte 15 Athleten ins Titelrennen, mit zwei Titelgewinnern, fünf Silbermedaillen und drei Mal Bronze kehrten die Junioren und B-Jugendlichen an die Oder zurück. „Zählt man jene Athleten noch hinzu, die für ihre Heimatvereine starten, dann wäre der Abstand in der Vereinswertung noch größer“, spielt diese Wertung für Juniorentrainer Felix Thätner jedoch keine Rolle, vielmehr ging es aus seiner Sicht um die Umsetzung der Trainingsinhalte im Wettkampf.

Bei Niklas Ohff (66 kg/Junioren/GR) hatte Thätner jedoch Grund zur Freude, denn der junge Ringer bezwang alle fünf Kontrahenten mit vorzeitigen Siegen durch technische Überlegenheit, dabei sammelte Ohff 36:0 Punkte. Im Kampf um den Mitteldeutschen Meistertitel setzte sich Niklas Ohff mit seinem Trainings- und Vereinskameraden Michael Schmieder auseinander, den er klar bezwang. Schmieder hatte aus seinen vier Vorrundenbegegnungen eine weiße Weste und erzielte damit hinter Ohff den zweiten Platz. Mit Lucas Fauth kämpfte ein weiterer Ringer aus der Trainingsgruppe von Felix Thätner, der mit drei Niederlagen und zwei Siegen den 4. Platz erreichte.

Auch bei den B-Jugendlichen freute sich Lehrertrainer Harald Stern über einen Titelgewinn, Erik Schust (76 kg/B-Jugend/GR) hatte allerdings nur einen Kampf zu überstehen, den er gegen Raphael Kuhnert (AC Werdau) durch Schultersieg gewann. Hannes Unglaube (50 kg/B-Jugend/GR) holte in seinem Limit nach zwei Schultersiegen und einer Punktniederlage die Silbermedaille.

Einen Bruderkampf zweier Frankfurter Jungs gab es bei den B-Jugendlichen (42 kg/GR), wo sich Philipp Riese am Ende mit 8:0 Punkten gegen Maik Riese durchsetzte. Beide hielten am Ende Urkunden in den Händen, Philipp Riese wurde Vizemeister, sein Bruder Maik gewann Bronze.

Ebenfalls Silber erzielte Werner Liebner (120 kg/GR) in der schwersten Gewichtsklasse der Junioren, der gegen den Gelenauer Lucas Kästel unterlag, wobei Kästel dieses Gewichtslimit voll ausschöpfte. Liebener hingegen gewann im zweiten Duell gegen seinen Vereinskameraden Christoph Matz, der damit Bronze holte. „Eigentlich waren Werner Liebner und Christoph Matz im Limit bis 96 kg allein, daher haben wir sie eine Kategorie höher starten lassen, denn hier geht es nicht um Platzierungen, sondern darum das Leistungsvermögen gegen fremde Konkurrenten zu ermitteln“, hätte es sonst aus Sicht von Felix Thätner nur einen Trainingskampf der beiden Frankfurter gegeben, während Kästel im schwersten Limit kampflos geblieben wäre.

Viel zu Rechnen gab es im Limit bis 74 kg bei den Junioren, wo sich mit Felix Pflauger, Tim Bitterling und Lucas Bast gleich drei starke Ringer aus der Trainingsgruppe um Felix Thätner gegenüber standen. „Am Ende haben sich alle untereinander besiegt und so kam Alois Stürmer (RV Thalheim) mit denn meisten Punkten auf Platz eins, Silber ging an Felix Pflauger und Bronze holte sich Lucas Bast, Tim Bitterling wurde Vierter“, so Trainer Thätner, nach langem Zusammenrechnen der ganzen Kampf- und Wertungspunkte.

Eine weitere Silbermedaille holte Roy Lehmann (60 kg/GR) bei den Junioren, der sich nur gegen seinen Trainingspartner Moses Stoppira geschlagen geben musste, der allerdings für seinen Heimatverein SV Weißwasser kämpft. Gegen Tom Valtin (ASV Plauen), Roy Gläser (FCE Aue) und Henry Hoffmann (RSK Gelenau) gewann der Frankfurter und sicherte sich damit Platz zwei in diesem Limit, Moses Stoppira gewann die Goldmedaille.

Im Limit bis 84 kg/GR siegte Nico Brunner (KSV Witten), der in Frankfurt lernt und trainiert und 2011 auch schon EM-Bronze bei den Kadetten gewann. Chris Schneider (RV Thalheim) holte Bronze und Simon Paapsdorf (Luftfahrt Berlin), der wie Brunner und Schneider unter den Fittichen von Felix Thätner im Frankfurter Leistungszentrum trainiert, erreichte den 'undankbaren' vierten Rang.

„Wir haben hier erst einmal eine Hausnummer, doch ich habe auch noch einige Baustellen gesehen, die es bis zu den Deutschen Meisterschaften zu beheben gilt, denn dort weht dann noch ein ganz anderer Wind“, sieht Trainer Felix Thätner bis zu den nationalen Titelkämpfen der Junioren, die vom 7.-9. März auf heimischen Matten in Frankfurt(O.) ausgetragen werden noch einiges an Arbeit. „Hier in Jena ging es vor allem um technisch-taktische Vorgaben und nicht vorrangig um Platzierungen“, so Thätner mit Blick auf die bevorstehenden Deutschen Meisterschaften.