Luzie Manzke jubelt über Platz 2 und Nico Brunner über Bronze

Warschau (moz) Die Kadetten des Deutschen Ringer-Bundes liefen bei den Europameisterschaften in Warschau zur Hochform auf. Nach den sehr guten Ergebnissen der Freistilringer steigerten die Mädchen die Bilanz noch mit einem Europameistertitel, einer Silbermedaille, sowie dreimal Bronze. Dann die Krönung der Titelkämpfe; goldener Freitag für den DRB: die jungen Damen um Trainer Rainer Kamm holten Gold, Silber und zwei fünfte Ränge. Stolz hielt am Ende der Coach den Pokal für den zweiten Platz in der Nationenwertung in die Luft, den Deutschland mit 55 Punkten hinter der Ukraine (69) und vor Russland (52) erreichte.

Nach dreimal Bronze vom ersten Wettkampftag der Mädchen, kam am Freitagabend noch Gold und Silber hinzu. Eva Sauer
(46 kg/VfK Schifferstadt) schaffte es, ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen, Luzie Manzke (60 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt) gewann im ersten EM-Anlauf eine Silbermedaille. Bianca Buch (70 kg/KVA Remseck) und Luisa Springmann
(40 kg/SV Triberg) scheiterten im kleinen Finale um Bronze und wurden in ihren Gewichtsklassen Fünfte.

Luzie Manzke startete mit einem 2:0-Rundensieg (4:0, 1:1) über Lisbeth Vinter (Estland) in des Turnier und ließ einen Sieg gegen Agnieszka Krol aus dem Gastgeberteam folgen. Im Halbfinale setzte sich die Ringerin aus dem Leistungszentrum Frankfurt mit 2:0 Runden (4:1, 3:0) gegen Karoline Lovik (Norwegen) durch und schaffte den Sprung in den Endkampf. Dort unterlag Luzie Manzke der Ukrainerin Oksana Herhel, doch bedeutet die Silbermedaille bei den ersten internationalen Titelkämpfen einen riesigen Erfolg für die junge Ringerin.

Die Party ging bei den Griechisch-Römisch-Spezialisten weiter. Nico Brunner (85 kg/RC Germania Potsdam) holte mit einer taktischen Meisterleistung Bronze. Dabei hatte er nicht gerade einen Glücksgriff in den Lostopf vollzogen, denn gleich im Auftaktduell stand ihm der der spätere Europameister Alan Ostaev (Russland) gegenüber. Nach der Niederlage zeigte Brunner von der Sportschule Frankfurt in der Hoffnungsrunde sein Können und kämpfte sich ins kleine Finale um Bronze. Gegen den Ukrainer Yevgeniy Saveta glänzte er mit einer taktischen Meisterleistung und siegte in 2:0 Runden.

Auch Toni Ploke (58 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt) fand gut in seine erste internationale Meisterschaft. Er gewann zunächst gegen den Ukrainer Volodymyr Voronyuk in 2:0 Runden (1:0, 2:0), wurde dann jedoch vom Aserbaidschaner Elman Mukhtarov gebremst, der später Europameister wurde. In der Hoffnungsrunde unterlag Ploke nach hartem Kampf Dorin Cazac (Moldawien) in 1:2 Runden.

Insgesamt kann der deutsche Verband ein positives Fazit ziehen. „Die Erfolge gleich beim ersten Anlauf auf internationaler Ebene sich einfach schön und motivieren natürlich für die zukünftige Arbeit“, sehen die beiden Lehrertrainer Heinz Thiel und Harald Stern ihre Athleten auf einem guten Weg.