9 Nationen beim Brandenburg-Cup am Start


Ringen / Brandenburg-Cup in Frankfurt(O.)

RSV Hansa 90 Frankfurt(O.) holt den 'Pott' vor Sylland, Poznan und Kaliningrad
Am vergangenen Wochenende wurde in Frankfurt(O.) der Brandenburg-Cup ausgetragen, in fünf Altersklassen traten insgesamt 384 Ringer und

Ringerinnen aus 9 Nationen,sowie vielen Vereinen und Leistungszentren Deutschlands auf die Matte.


Der Gastgeber hatte in der Vereinswertung am Ende die Nase vorn, Team Sylland (Dänemark), Poznan (Polen) und Kaliningrad (Russland) folgten auf den Plätzen.

Im Blickpunkt der Gastgeber standen vorallem die Frankfurter EM-Teilnehmer diesen Jahres, ganz besonders dieMedaillengewinner nationaler Meisterschaften, die diesmal vor heimischemPublikum kämpften. Eileen Friedrich (55 kg) trat bei den Frauen an undkämpfte im Finalduell gegen Kathrin Neumaier (VfK Mühlenbach), die eineGewichtsklasse höher bei den Welt- und Europameisterschaften derJunioren jeweils den 7. Platz erreichte. Die Frankfurterin siegte mit1:0 und 4:1 in zwei Runden, nachdem sie bereits im Auftaktduell KatrinHenke (SAV Torgelow) klar bezwang, die bei den diesjährigenJunioren-Europameisterschaften, genau wie die Frankfurterin selbstBronze erkämpft hatte. Drei Siege bedeuteten Platz 1 für EileenFriedrich. Auch Luzie Manzke (65 kg/Kadettinnen) ließ es sich nichtnehmen, vor eigenem Publikum ordentlich zu punkten. Auch Luzie Manzkemusste drei Kämpfe bestreiten und ging dreimal als klare Siegerinhervor, selbst im Finalduell schulterte sie Konkurrentin TheresaEdfelder von SC Anger.

Einen Frankfurter Dreifacherfolg gab es in der schweren Gewichtsklasse der weiblichen Jugend, dort gewann Francy Rädelt, vor Marie Liebner und Michelle Silva. Sabrina Ulrich (50 kg) holte sich bei den Frauen die Silbermedaille, die Frankfurterin unterlag im Finale Julita Omilusik (Polen), die in diesem Jahr mit Bronze beim Grand Prix of Spain, sowie
Silber bei den Austrian Ladys Open Ausrufezeichen setzte. Annika Schmidt (RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) kam im leichtesten Frauenlimit auf den 4. Rang.

Drei Gold, vier Mal Silber und eine Bronzemedaille, allein für die Damen des RSV Hansa 90, doch sieht man sich die Medaillenübersicht aller Ringerinnen an, die im Stützpunkt an der Oder lernen und trainieren, so kommen Stützpunkttrainer Michael Kothe und Lehrertrainer Maik Bitterling auf vier Goldmedaillen, sechs zweite Ränge und fünf Mal Bronze.
„Ich denke wir haben einen guten Weg eingeschlagen, als wir vor einigen Jahren den Frauenringkampf verstärkt gefördert haben“, stimmte auch der Präsident des RSV Hansa 90 Frankfurt(O.), Günter Kreckl in den Jubel über die gute Gesamtbilanz ein.

Immer mehr Vereine lernen die guten Bedingungen am Stützpunkt Frankfurt(O.) kennen und entsenden ihre hoffnungsvollsten Talente an die Oder. So kam auch Felix Pflauger aus dem bayerischen Burgebrach zum Start des neuen Schuljahres nach Frankfurt(O.). Am vergangenen Wochenende zeigte der junge Ringer, was in ihm steckt; Felix Pflauger blieb in drei Vorrundenbegegnungen ungeschlagen und setzte sich in einen an Spannung kaum zu überbietenden Finale gegen Lucas Bast (RCG Potsdam/Leistungszentrum Frankfurt/O.) durch. Für seine Gesamtleistung bekam Felix Pflauger der Hauptpreis des Brandenburg-Cups, ein nagelneues Fahrrad überreicht. Simon Papsdorf (76 kg/SV Luftfahrt Berlin/Leistungszentrum Frankfurt/O.) und Paul Fischer (46 kg/RSV Hansa 90) kämpften sich bravourös bis ins Finale, unterlagen dort jedoch, konnten sich aber, genau wie Lucas Bast über die Silbermedaille freuen. Dennis Hollon (85 kg/SV Luftfahrt Berlin) hat nach verletzungsbedingter Pause den Kampf wieder aufgenommen und gewann Bronze.

Bei den B-Jugendlichen ragte vor allem die Leistung von Karan Moosebach (63 kg/Magdeburger SV/Leistungszentrum Frankfurt/O.) heraus. Der Deutsche Meister ließ der Konkurrenz keine Chance. Auch die 'Neulinge' an der Sportschule Frankfurt(O.), Alexander Ginc, Andrej Ginc und Gordon Rehbein (alle vom SAV Torgelow) gaben eine eindrucksvolle Visitenkarte beim Brandenburg-Cup ab. Während es Gordon Rehbein (46 kg) trotz viel Kampfgeist nicht auf das Siegerpodium schaffte, siegte Alexander Ginc (38
kg), sein Bruder Andrej (46 kg) scheiterte nur am Deutschen Meister Andrej Kurockin (KSC Niedernberg) und wurde Zweiter in seinem Limit. Rick Brauer (Demminer RV/Leistungszentrum Frankfurt/O.) rundete die Leistung der Nordlichter am Stützunkt Frankfurt(O.) mit Bronze ab.

Bei den kleinsten Mattenfüchsen der C/D-Jugend glänzte Noah Englich (23 kg/RSV Hansa 90) mit Gold, Paul Bohn (27 kg/RSV Hansa 90) freute sich über Silber, genau wie Erik Schust (58 kg). Arno Else (50 kg) und Florian Schuster (34 kg) gewannen Bronzemedaillen für den RSV Hansa 90 Frankfurt(O.). Für die meisten unserer jungen Athleten dieser
Gewichtsklasse war es das erste ganz große Turnier, die waren natürlich richtig aufgeregt", so Jan Kramarczyk, der die Youngster des RSV Hansa 90 betreut.

„Der Brandenburg-Cup ist zum Saisonstart daserste große Turnier des neuen Trainings- und Wettkampfjahres, dieinsgesamt 87 Vereine, die den Weg nach Frankfurt(O.) gefunden haben,werden sich dieses Turnier sicherlich schon für das kommende Jahrvorgemerkt haben“, zeigte sich Günter Kreckl, Präsident des Ringer-Verbandes Brandenburg, in Personalunion als Präsident des RSV Hansa 90Frankfurt(O.) mit dem reibungslosen Verlauf, sowie der mit 384Teilnehmern sehr großen Resonanz, außerordentlich zufrieden.