Dreimal Gold in Schweden

Västeras (MOZ) 14 Sportschüler beteiligten sich im schwedischen Västeras am stark besetzten internationalen Ringerturnier um den Malär-Cup. Wegen seiner Größe mit 820 Athleten aus sechs Nationen wurde es auf neun Matten in zwei Hallen ausgetragen. Dabei war es für Sportler und Trainer bereits eine Meisterleistung, immer den Überblick zu behalten.
 
Den Oderstädtern gelang dies sehr gut, denn sie kehrten mit neun Medaillen heim. Francy Rädelt, Felix Pflauger und Alexander Grebensikov erkämpften jeweils Gold.
 
Francy (70 kg) besiegte u.a. die amtierende U-17-Europameisterin Therese Persson aus Schweden in einem Drei-Runden-Kampf (0:1, 4:4, 1:0), hatte dabei das Glück der Tüchtigen. Sie durfte beim Punktestand von 0:0 im Clinch die Angriffsposition einnehmen und nutzte den Griffvorteil zum Punktgewinn
 
Alexander Grebensikov ging bei den U-20-Junioren im 60-Kilo-Limit an den Start. Seine Vorrundenkämpfe gestaltete er sehr souverän ohne Punktverlust. Im Finale bezwang er den Schweden Karen Harutyunyan in zwei Runden mit 1:0 und 4:3.
 
Beim dritten Oderstädter Erfolg bekam es Felix Pflauger (63 kg/U 17) im Finale mit seinem Frankfurter Trainingskameraden Lucas Bast zu tun. Beide Sportschüler mussten bis dahin sechs harte Vorrundenkämpfe bestreiten und räumten starke Gegnerschaft aus Finnland, Norwegen und Schweden aus dem Weg. Beim Finale über drei Runden hatte Felix das glücklichere Ende für sich, musste sich Lucas mit Silber begnügen.
 
Eine weitere Silbermedaille ging an Sabrina Ulrich (52 kg/ U 17). Bronze holten sich Niklas Ohff (50 kg), Franziska Berger (60 kg), Luzie Manzke (65 kg/alle U 17) sowie Eileen Friedrich (55 kg) bei den Frauen.
 
Nico Brunner verlor das Matten-Duell um Bronze und wurde Vierter. Auch Tony Ploke war auf gutem Weg ins Finale, musste sich aber nach vier Siegen wegen einer Verletzung vorzeitig aus dem Turnier verabschieden.
 
„Das internationale Turnier war für uns ein wichtiger Gradmesser mit Blick auf die nächsten anstehenden Aufgaben. In vielen Duellen mussten unsere Athleten nicht nur gegen ihre Gegner besiegen, sondern auch das schwedische Kampfgericht mit klaren Aktionen überzeugen. Da gab es schon einige zweifelhafte Bewertungen mit denen unsere Trainer und Athleten zu Recht haderten, aber zur Antwort bekamen: Das ist ein schwedischer Wettkampf“, resümiert Frankfurts Frauentrainer Michael Kothe.
 
Die Oderstädter belegten in der Mannschaftswertung den dritten Platz und waren damit die beste ausländische Vertretung.