Internationaler Brandenburg-Cup in FFO


Frankfurt (O.) - 450 Teilnehmer, plus Trainer, Betreuer, Eltern und Verwandte bevölkerten am Samstag die Brandenburg-Halle im Sportzentrum Frankfurt(O.), ein buntes Völkchen aus insgesamt 11 Nationen kämpfte in 5 Altersklassen den Internationalen Brandenburg-Cup aus.

„Damit ist der Internationale Brandenburg-Cup nach dem Osterturnier in Utrecht das zweitgrößte Jugendevent in Europa“, war der Präsident des Ringer- Verbandes Danny Eichelbaum stolz über die riesige Resonanz, die nicht nur dem günstigen Termin zum Saisonbeginn, sondern vor allem den Leistungen der Ringer und Ringerinnen aus dem Bundes-Leistungsstützpunkt geschuldet ist.

So wurden vor Beginn der Kämpfe die Teilnehmer und vor allem die Medaillengewinner bei internationalen Meisterschaften aus den Trainingsgruppen des Leistungszentrums Frankfurt(O.) ausgezeichnet, allen voran Kadetten-Europameisterin Lisa Ersel, sowie die Bronzemedaillengewinnerin der Junioren-EM Francy Rädelt, die die deutschen Farben auch bei den Weltmeisterschaften der Frauen in Las Vegas (USA) vertrat. Auch Christian John setzte mit Bronze bei den Europameisterschaften der U-23 ein dickes Ausrufezeichen.


Danach waren es bei den Jungen die Kadetten (A-Jugend), B-Jugend, sowie die C/D-Jugend, die um die Medaillen kämpften, die Mädchen stritten in den Gewichtsklassen der Jugend und bei den Frauen um die begehrten Siegpreise.
Insgesamt 29 Teilnehmer stellte allein der Gastgeber RSV Hansa 90 Frankfurt(O.), eine Goldmedaille durch Jessica Matisch (70 kg/weibliche Jugend), vier Mal Silber, das von Laura Köhler (32 kg/weibl. Jugend), Luzie Manzke (69 kg/Frauen), Francy Rädelt (75 kg/Frauen) und Michael Steglich (25 kg/C/D-Jugend), sowie zwei Bronzemedaillen, die durch Sophie Hindenburg (40 kg/weibl. Jugend) und Oliver Albrecht (31 kg/C/D-Jugend) erkämpft wurden.
Hinzu kommen noch viele weitere Turniersiege und Medaillengewinne durch Nachwuchsringerinnen und Ringer, die am Leistungszentrum Frankfurt(O.) trainieren und in der Eliteschule des Sport's lernen, aber für ihre Heimatvereine starten. Auch hier sagte man in Frankfurt(O.) 'Danke' zeichnete die Partnervereine des Stützpunktes Eisenhüttenstädter RC, SV Luftfahrt Berlin und den SAV Torgelow (MEV) vor Wettkampfbeginn aus.

„Das Ergebnis insgesamt kann sich sehen lassen, wir sind gerade dabei in die neue Saison zu starten, da holpert es verständlicher Weise bei Einigen noch, doch ist dieser Wettkampf mit 450 Teilnehmern schon eine ordentliche Standortbestimmung“, so der Landestrainer für den weiblichen Bereich Michael Kothe, der zugleich als Vorsitzender des RSV Hansa 90 fungiert.

RVB-Präsident Denny Eichelbaum und Michael Kothe konnten auch zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft zu diesem Event in der Brandenburg-Halle begrüßen, so staunte Silvio Kroll (OSP Brandenburg) über die Resonanz aus 10 Ländern auf diesen Wettkampf, der Schulleiter der Eliteschule des Sportes Jürgen Behnke freute sich vor Ort über die Erfolge seiner Schüler und auch Katrin Böhme aus dem Sportdezernat der Stadt Frankfurt(O.) zeigte sich begeistert; „... die Frankfurter Ringer stellen bei diesem Event einen Teilnehmerrekord nach dem anderen auf, die Brandenburg-Halle ist rappelvoll und die Stimmung hervorragend“. Doch Katrin Böhme gefielen auch dass man in den verschiedenen Altersklassen eine nahezu durchgängige Entwicklung der Athleten und Athletinnen in dieser Sportart – von den Kleinsten, bis hin zu den Kadetten, bzw. Frauen sehen konnte, wo dann bei den älteren Aktiven auch schon taktische Raffinessen eine wichtige Rolle spielen. „Man kann auch unschwer überhören, dass sich jeder nur auf seine eigenen Kämpfe vorbereitet und konzentriert, nein hier wird ordentlich angefeuert, es ist eine schöne Kulisse bei den Ringern“, so Katrin Böhme weiter. Auch Nachwuchs-Bundestrainer Maik Bullmann sah sich beim Nachwuchs um, insbesondere bei den Kadetten, mit den Besten dieser Altersklasse wird er ja schon im kommenden Jahr zusammenarbeiten.

Bedingt durch die riesige Anzahl der Teilnehmer wurde bis in die späten Abendstunden gerungen, erst 20:30 Uhr standen auch die letzten Sieger und Platzierten fest. „Das müssen wir im kommenden Jahr abändern, da dann doch einige Vereine sehr lange Anfahrtswege haben“, werden sich Vereinspräsident Michael Kothe und Organisationsleiter Maik Bitterling mit ihrem großen Helferteam etwas einfallen lassen, um den Ablauf zu straffen.

Der Pokal für die punktbeste Mannschaft ging nach Ungarn, der Verein Dorog gewann mit insgesamt 10 (!) Goldmedaillen und 166 Punkten die Vereinswertung, gefolgt vom gastgebenden RSV Hansa 90, der es auf 136 Zähler brachte. Auch Schweden war mit starken Ringern an die Oder gereist, das HGB Wrestling Team holte mit 121 Punkten den Pokal für die drittbeste Mannschaft, das Team Skane wurde mit 110 Zählern Vierter.

Für den Verein aus Frankfurt(O.), aber auch dem Ringer- Verband Brandenburg – ja für den Ringkampfsport in Deutschland überhaupt, aber auch für die Stadt Frankfurt(O.) war dieser Wettkampf einmal mehr ein sportlicher Höhepunkt, wobei sich viele teilnehmenden Vereine und Verbände auch schon das letzte Septemberwochenende im Jahr 2016 rot ankreuzen werden, wenn die nächste Auflage startet.