Vorschau Deutsche Meisterschaften der Junioren

Ringer mit Ambitionen im Juniorenbereich

Schwergewichtler Christian John heiß auf Meistertitel
 

Witten – Vorbei sind die Wochen der Vorbereitungen, des harten Trainings und vieler Vorbereitungswettkämpfe – alles war dem Ziel untergeordnet, bei den Deutschen Meisterschaften auf den Punkt fit zu sein um möglichst weit vorn in den Ergebnislisten zu landen. Nach dem Üben und Trainieren folgt für die Junioren am Wochenende sozusagen die Leistungskontrolle mit den Deutschen Meisterschaften. Die Griechisch-Römisch-Spezialisten kämpfen in Witten (NRW) um Titel und Medaillen, im bayrischen Hallbergmoos werden die Meistergürtel im Freistil vergeben.

 

Die Leistungsringer aus dem Bundes-Stützpunkt Frankfurt(O.), geben ihre Visitenkarte im griechisch-römischen Stil ab, gleich mehrere Athleten aus der Trainingsgruppe um Juniorentrainer Sebastian Möser gehören in Witten zum Favoritenkreis.

So will Schwergewichtler Christian John (Eisenhüttenstädter RC) am Sonntagmittag auf dem Siegertreppchen ganz oben stehen, der Deutsche Meistertitel ist das erklärte Ziel des Eisenhüttenstädters. Der Erzrivale Eduard Popp (Neckargartach) ist dem Juniorenbereich ‚entwachsen‘ und kämpft nun bei den Männern, doch auch mit dem Dritten der Junioren-WM von 2010 hätte Christian John wohl den Titelgewinn anvisiert. „Endlich ein Schwergewichtsringer der nicht mauert und schiebt, sondern aktiv nach vorn geht und versucht Punkte zu machen“, hat auch Bundestrainer Jannis Zamanduridis den Schwergewichtler aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.) längst im Visier und gab ihm schon einige Einsätze bei internationalen Meisterschaften.

 

Toni Ploke (66 kg/RSV Hansa 90) will ebenso im Kampf um die Medaillenvergabe ein kräftiges Wort mitreden, genause wie seine Vereinskollegen Christoph Matz im Halbschwergewicht (96 kg), Felix Wolf, der wie Ploke im Limit bis 66 kg antritt und Richard mahn (84 kg).

Mit Niklas Ohff (50 kg/SV Berlin Buch), Alexander Grebensikov (60 kg/SAV Torgelow) und den EM-Dritten der Kadetten von 2011, Nico Brunner (84 kg/KSV Witten) hat Stützpunkttrainer Sebastian Möser weitere, heiße Eisen im Feuer, die allerdings ihr Startrecht weiterhin für ihren Heimatverein wahrnehmen.  Vor allem Nico Brunner dürfte in Witten im Blickpunkt stehen, denn der KSV ist sein Heimatverein, für den er auch antritt. Der Ringer aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.) gilt somit in Witten als Lokalmatador. Starke Konkurrenz hat Nico Brunner vor allem mit dem Kadetten-Weltmeister von 2011 Denis Kudla (VfK Schifferstadt), der im Vorjahr zudem noch EM-Bronze bei den Kadetten gewann. Auch Alexander Grebensikov geht im Limit bis 60 kg als Titelfavorit auf die Matte, will 2012 ebenfalls den Sprung auf die internationale Bühne schaffen.

 


„Selbst Tim Bitterling (60 kg), Michael Schmieder (55 kg), oder Francis Weinhold (74 kg) können mit einem guten Los und ordentlicher Tagesform in den Kampf um die Medaillen eingreifen“, hofft Sebastian Möser auf reichlich Edelmetall, schließlich geht es nicht ‚nur‘ um Titel und Medaillen, sondern auch um Startplätze zu internationalen Meisterschaften. „Und der Meister hat eben schon mal einen Bonus“, will Möser mit seinen Athleten in den Ergebnislisten möglichst weit oben stehen und sich damit auch im Notizbuch des Bundestrainers an die oberste Stelle kämpfen.