D Juniorenmeisterschaften in Witten (GR)


John, Ohff und Grebensikov kämpfen sich souverän zu Gold.

Drei Juniorenringer aus dem Stützpunkt Frankfurt(O.) standen beim Abschlussfoto der Deutschen Juniorenmeisterschaften im griechisch-römischen Stil auf dem Siegerpodium,

Christian John (120 kg/Eisenhüttenstädter RC), Alexander Grebensikov (60 kg/SAV Torgelow) und Niklas Ohff (50 kg/SV Berlin Buch) gewannen nicht nur Goldmedaillen, sondern drückten den Titelkämpfen von Witten (NRW) mit souveräner Kampfweise ihren Stempel auf.
 

„Wir sind alles Frankfurter Jungs“, so sangen die Ringer aus Berlin, aus Torgelow, aus Pausa, Eisenhüttenstadt und Frankfurt(O.) - allesamt aus der Trainingsgruppe um Juniorentrainer Sebastian Möser und feuerten sich damit gegenseitig an. Brandenburg in der Endabrechnung der Verbände zwar ‚nur‘ auf Rang 8, doch nimmt man die Ergebniise der ‚Frankfurter Jungs‘ aus aller Herren Länder zusammen, dann wäre das der Spitzenplatz gewesen.
 

Beeindruckend, in welcher Art und Weise Alexander Grebensikov (60 kg) auf die Matte ging und sich den Titel abholte, als wenn von Beginn an schon sein Name auf der Goldmedaille geprägt gewesen wäre. Selbst gegen Vorjahresmeister Christian Bösinger ließ Grebensikov nichts anbrennen und schickte den Ringer aus Württemberg deklassiert von der Matte. Auch im Finale sah sich das Duell von Alexander Grebensikov gegen Thomas Hohendorf  (SV Wacker Burghausen) schon fast spielerisch an. Der Ringer vom SAV Torgelow leichtfüßig, agierte mit blitzschnellen Angriffen und suchte sich dabei die Stelle der Ringermatte aus, wohin er seine Kontrahenten warf. Christian Bösinger (AV Hardt), Simon Dürr (WKG Weitenau-Wieslett) und Thomas Hohendorf (SV wacker Burghausen) konnten dem Ringer aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.) das Wasser jedenfalls nicht reichen. Zu Recht stand Alexander Grebensikov dann auch bei der Ehrung des besten Kämpfers der gesamten Meisterschaft auf dem obersten Treppchen.
 

Ebenso souverän war der Auftritt von Christian John (120 kg), vor dem die Konkurrenz sprichwörtlich von der Matte flüchtete. John kämpfte ungestüm, entgegen aller Regeln im Schwergewicht, wo man es eher gemächlich angeht und warf seine Kontrahenten nach Belieben durch die Wittener Husemann-Sporthalle. Vasilije Govedarica (RSV Schonungen) flüchtete vor den Angriffen des Eisenhüttenstädters ins Aus und auch der Vorjahresdritte Jannik Kaisner (KSV Köllerbach) blieb im Halbfinale chancenlos gegen John. Im Finale begann Christian John zunächst vorsichtig, doch kurz vor dem Ende der ersten Runde dann doch noch eine sehenswerte Scheuder, nur das Pausenzeichen rettete den Finalkonkurrenten David Stumpe (SV Dürbheim) vor der Schulterniederlage. In Runde zwei machte Christian John ‚klar Schiff' und holte sich in souveräner Manier den Titel 2012.
 

Nicht zuletzt war es Niklas Ohff (50 kg), der von Platz 3 aus dem Vorjahr nun auf Paltz 1 der ‚Hitparade‘ im leichtesten Limit stürmte. „Der wollte den Titel, das hat man gesehen“, so Berlins Landestrainer Mandelkow anerkennend, mit einem Dank in Richtung des Frankfurter Juniorentrainers Sebastian Möser. Einmal mehr hat der Standort gezeigt, dass sich eine Zentralisierung der besten Griechisch-Römisch-Spezialisten aus der Region durchaus lohnt.

Felix Losmann (RSC Laudenbach), Erik Engel (RSK Gelenau), sowie im Finale Dennis Decker (KSV Köllerbach) standen gegen den Berliner auf verlorenem Posten.
 

3 Titel in 8 Gewichtsklassen, das kann sich durchaus sehen lassen“, fehlten Trainer Sebastian Möser jedoch noch die Anschlussleistungen junger Ringer, die sich in Witten noch nicht an die Spitze heranpirschen konnten.

Nur der Cottbuser Michael Schmieder (55 kg) schaffte den Sprung ins ‚kleine Finale um Bronze', unterlag dort jedoch gegen den Vizemeister des Vorjahres, Fabian Schmidt (SV Joh. Nürnberg), der Dritter wurde, Schmieder damit in der Endabrechnung auf Rang fünf.
 

Sichtlich enttäuscht war Nico Brunner (84 kg), der für den KSV Witten startet und bei den Titelkämpfen auf heimischen Matten zum Favoritenkreis zählte. Doch dem Bronzemedaillengewinner der Kadetten-Europameisterschaften des Vorjahres versagten die Nerven und er unterlag gleich im Auftaktduell Till Bialek vom ASV Hüttigweiler. „Ich stand heute wohl neben meinen Ringerschuhen, habe durch eigene Aktionen verloren“, ärgerte sich der Schüler der Sporteliteschule Frankfurt(O.) über diese Niederlage wohl am meisten.
 

„Ich denke wir haben hier in Witten souveräne Siegleistungen gesehen, andere Ringer aus unserer Trainingsgruppe, die noch zu den jüngeren Jahrgängen dieser Altersklasse gehören, haben gemerkt, das die Trauben bei den Junioren schon sehr hoch hängen“, so das durchaus zufriedene Resümee des Frankfurter Juniorentrainers Sebastian Möser.