D Meisterschaften in Aschaffenburg Männer/Frauen



Die Ringerin Annika Schmidt (44 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) hat bei den Deutschen Meisterschaften in Aschaffenburg die Silbermedaille erkämpft.

Fast wäre noch mehr drin gewesen, denn Annika Schmidt lieferte der späteren Siegerin Jane Schmieder

(AC Werdau/Leistungszentrum Jena) einen großen Kampf und unterlag nur knapp nach 0:2 Runden.

„An der Goldmedaille gekratzt, Silber gewonnen“, lachte Stützpunkt- und Landestrainer Michael Kothe, denn selbst der erfahrene Coach hätte vor den Wettkämpfen selbst mit Silber nicht gerechnet.

Doch Annika Schmidt hatte einen richtig, guten Tag erwischt, im nordischen Turnier ‚Jeder gegen Jeden‘ schulterte die Frankfurterin zunächst Jessica Schäfer vom RV Thalheim. „Das hat mich richtig aufgebaut“, so die kleine, fast zierliche 44-kg-Ringerin, die auf der Ringermatte ordentlich zupacken kann. Es folgte eine hauchdünne Niederlage gegen Jane Schmieder, wobei Annika Schmidt in Runde zwei mit 1:0 führte und nur Sekunden vor dem Pausengong das 1:1 hinnehmen musste. Nach dem Regelwerk gewinnt die letzte Wertung bei Punktgleichstand die Runde, damit gewann Jane Schmieder, die vom AC Werdau kommt und im Leistungszentrum Jena trainiert, den Durchgang und den Kampf. Die erste Runde endete 0:0 und so musste der Clinch entscheiden. Jane Schmieder durfte nach gewonnenem Los zum Beinangriff fassen und punktete aus diesem Vorteil heraus.

 

Doch dann ‚klinkte‘ die kleine Frankfurterin gegen die Vorjahresmeisterin Jasmin van Berkum (RV Stommeln) noch einen Sieg aus, der für Jubel im kleinen, Frankfurter Lager sorgte. „Das sie diese Gegnerin bezwingt, konnte man nicht erwarten, aber Annika hat die taktische Linie eingehalten und verdient gewonnen“, freute sich Michael Kothe, denn nun stand der Gewinn der Silbermedaille bereits fest.

 

„Die Lehre aus diesem Duell sollte sein, dass Annika ganz vorn dabei ist und mitringen kann“, verweist Trainer Michael Kothe darauf, dass Annika Schmidt noch 2 Jahre im Juniorenbereich weiterringen kann, während die Konkurrenz nun zu den Frauen aufrückt.

 

Sabrina Ulrich (55 kg) hatte ein schweres Los erwischt, traf zum Auftakt gleich auf Nicole Hauptmann (KFC Leipzig) und schied nach einer 0:2-Rundenniederlage (0:3, 0:3) aus, da die Leipzigerin das Finale verfehlte.

 

Synthia Frütsch (63 kg) musste in ihrem Auftaktkampf eine Schulterniederlage gegen Marina Görisch (VfK Schifferstadt) hinnehmen und schied ebenfalls gleich wieder aus dem Titelrennen aus.

 

„Mit Eileen Friedrich und Yvonne Englich fehlten zwei unserer größten Medaillenanwärter, daher ist die Silbermedaille von Annika Schmidt ein schöner Erfolg für unseren Stützpunkt“, so Landestrainer Michael Kothe.

 

Aus dem Stützpunkt Luckenwalde erreichte Katrin Henke (48 kg/SAV Torgelow/Leistungszentrum Luckenwalde) die Bronzemedaille, Lydia Nürnberger (48 kg) den 4. Rang, Peggy Kenn (51 kg/SAV Torgelow/Leistungszentrum Luckenwalde) erreichte Platz 5 in ihrem Limit.